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Hitze als Gestaltungsaufgabe

Wie entstehen klimaresiliente urbane Räume?

12.06.2026
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Mit steigenden Temperaturen wird urbane Hitze zu einer zentralen Herausforderung der Stadtentwicklung. Öffentliche Räume entscheiden zunehmend darüber, wie Städte auf extreme Sommer reagieren. Es braucht ein neues Verständnis von Landschaft als klimawirksamer Infrastruktur. Können wir dabei von Städten wie Athen lernen?

Über urbane Hitze wird häufig aus der Perspektive von Klimaforschung oder technischer Infrastruktur gesprochen. Doch der Ort, an dem Hitze tatsächlich erfahrbar wird, ist ein anderer: der öffentliche Raum. Hier entscheidet sich, ob eine Straße begehbar bleibt, ob ein Platz genutzt wird oder ob ein Park tatsächlich als Rückzugsort funktionieren kann. Besonders in dicht bebauten Quartieren fehlt es häufig an Schatten, Vegetation und kühlenden Strukturen. In diesem Sinne ist Hitze nicht nur ein Umweltproblem, sondern eine gestalterische Herausforderung.

In ihrem Fachbeitrag für competitionline beschäftigt sich Dimitra Theochari, Gründerin und Geschäftsführerin von ensphere – dem Landschaftsarchitekturbüro der ATP-Gruppe in Hamburg – mit der Anpassung öffentlicher Räume an steigende Temperaturen und urbane Klimarisiken. In ihrer Arbeit verbindet sie ökologische Stadtentwicklung, blau-grüne Infrastruktur und datenbasierte Entwurfsstrategien.
Am Beispiel des EU-geförderten Projekts „Cooling Havens Athens“ zeigt sie, wie Wasser als natürliche Kühlquelle und gemeinschaftliche Ressource in die urbane Umgebung zurückgebracht werden kann. Einen ähnlichen Ansatz verfolgte ensphere im Rahmen des Förderwettbewerbs „Coole Orte für Hamburg“ mit seinem Konzept für den Jungfernstieg, das Klimaanpassung, Biodiversität und soziale Teilhabe verbindet.

Dimitra Theocharid, CEO von Ensphere, einer Tochtergesellschaft von ATP architekten ingenieure.

Städtischer Komfort ist kein Ausstattungsdetail – er ist eine ökologische Leistung des Raums.

Dimitra Theochari

Architektin, Landschaftsarchitektin, Geschäftsführerin ensphere

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