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Wissenschaftscampus in Nürnberg

Technisches Rückgrat und Forschungsbau für erste KI-Universität Deutschlands

Nürnberg, 22. Mai 2026
Baubeginn Forschung und Lehre Nürnberg

Im Jubiläumsjahr der Technischen Universität Nürnberg (UTN) fiel im Mai der Spatenstich für fünf Campusgebäude. Wir sind mit Planung von Logistikzentrum und Energiezentrale, des Gründungsgebäudes 3 sowie mit der BIM-Gesamtkoordination für die beiden Maßnahmen beauftragt.

Versorgung und Logistik für den gesamten Campus
Im Auftrag des Freistaat Bayern (vertreten durch das Staatliche Bauamt Erlangen Nürnberg) entstehen Logistikzentrum und Energiezentrale auf dem Gelände eines ehemaligen Güterbahnhofs im neuen Stadtteil Lichtenreuth. Die Energiezentrale speist die campuseigenen Netze für Wärme, Kälte, Wasser und Elektrotechnik – bereits für den Endausbau dimensioniert, modular erweiterbar. Das Energiekonzept setzt auf Wärmepumpen mit Photovoltaikstrom; Abwärme aus der Kälteerzeugung wird über einen Wärmespeicher zurückgeführt. 

Es ist immer eine Besonderheit, wenn man als Planer an einem Projekt arbeiten darf, das eine Stadt nachhaltig verändert. Dieser hochmoderne Campus wird den Süden Nürnbergs neu erfinden.

Andreas Rieser

Ingenieur, Geschäftsführer in Nürnberg

Ein Gebäude für die Wissenschaft von morgen
Das Gründungsgebäude 3 ist das letzte Gebäude der ersten Ausbaustufe. Reinraum, Optiklabore und hochinstallierte Forschungsbereiche mit strengen Anforderungen an Schwingungsarmut, Temperaturkonstanz und elektromagnetische Stabilität sind im Untergeschoss konzentriert; die oberen Geschosse gehören weiteren Laboren sowie offenen Lern- und Kommunikationszonen. 

BIM-Koordination
Einheitliche OpenBIM-Standards sichern ein konsistentes As-Built-Modell aller involvierten Planer – einschließlich aller technischen und infrastrukturellen Anlagen.

Bei einem Campus dieser Größenordnung, mit mehreren Planungsbüros und Disziplinen, ist die digitale Koordination keine Serviceleistung – sie ist eine Voraussetzung für Qualität. Unser Ziel ist ein lückenloses As-Built-Modell, das über den Bau hinaus Bestand hat.

Christina Rapp

Architektin und Gesamtprojektleiterin bei ATP in Nürnberg

Gruppenfoto beim Spatenstich der Technischen Universität Nürnberg mit Ulrich Dickert, Marina Popp, Christina Rapp und Sonja Silano vor dem Baustart des neuen Wissenschaftscampus.
v. l..: Ulrich Dickert, Marina Popp (Dickert Beratende Ingenieure GmbH) und Christina Rapp, Sonja Silano (ATP in Nürnberg). © ATP architekten ingenieure

Bedeutung für die Republik
Am 22. Mai 2026 fiel im Jubiläumsjahr der UTN der Spatenstich für fünf Gründungsgebäude – ab dem Wintersemester 2029/2030 soll der Campus als erste KI-Universität Deutschlands in Betrieb gehen und im Endausbau Platz für bis zu 6.000 Studierende und rund 2.000 Beschäftigte bieten – ein neues Stadtquartier, das Wissenschaft, Forschung und urbanes Leben verknüpft. 

„Wer an morgen denkt, gestaltet die Zukunft für künftige Generationen. Die UTN ist ein echtes Zukunftsprojekt – die erste Universitätsneugründung im Freistaat seit 1978. Sie steht für die Universität von morgen.“

Dr. Markus Söder

Ministerpräsident des Freistaats Bayern

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